
Roland aus Gällivare
Datum: 2006-11-16 23:01:10 Thema: Rennen
Roland hat uns einen Beitrag aus Schweden geschickt. Wir wünschen ihm viel Erfolg!
Hallo Sportsfreunde!
Ich bin es wieder! Diesmal melde ich mich aus dem dunklen, windigen und kalten Schweden. Seit Montag sind wir hier in Gällivare wo dieses Wochenende die ersten (ausgenommen Düsseldorf) Weltcuprennen stattfinden. Am Samstag steht ein 15km s Skating Rennen und am Sonntag eine Staffel 4 x 10km am Programm. Ihr werdet mich in beiden Rennen am Start sehen.
Heute hatten wir ein internes Ausscheidungsrennen über 10 km um die Startplätze am Samstag. Ich bin vierter 18 Sekunden hinter Di Centa, 17 hinter Valerio Checchi und 7 hinter Pietro Piller geworden d.h. ich darf am Samstag starten. Leider nicht am Start wird Thomas Moriggl sein, der sich heute leider nicht qualifizieren konnte. Wir haben insgesamt pro Nation 6 Startplätze und bis Ende Dezember einen Bonusplatz, den Loris Frasnelli für sich nutzen kann, da er voriges Jahr den Europacup gewonnen hat.
Die große Schlacht ist also mit Samstag eröffnet. Die Piste hier ist sehr anspruchsvoll. Sie verzeiht keinen taktischen Fehler was das Tempo angeht. Wir befinden uns hier fast auf Meereshöhe und deshalb hat man beim Training oder auch im Rennen das Gefühl, mühelos zu laufen und die Gefahr ist groß, das Tempo zu hoch anzusetzen.
Morgen treffen alle noch fehlenden Nationen wie Norwegen, Deutschland,… hier ein. Dann wird sich bald herausstellen, ob unser Weltcupdebüt heuer ein ähnliches Massaker wird als im Vorjahr. Ich bin voriges Jahr in Beitostolen 63. geworden. Meine derzeitige Trainingsform lässt jedoch darauf schließen, dass ich heuer um einiges besser abschneiden werde.
Wie sieht unser Training hier aus? Diese Woche noch wird Intensität trainiert. Dies vor allem, um den Körper an den hohen Rhythmus auf Meereshöhe zu gewöhnen. Nächste Woche hingegen werden wir viel Wert auf die Regeneration legen. Da dies das erste Rennwochenende ist, wird der Körper mehr Stress ausgesetzt als er noch gewöhnt ist. Unter Stress verstehe ich nicht nur die hohe Trainingsintensität und die Rennen, sondern auch die weiten Fahrten und der psychologische Stress der ersten Rennen. Ich freue mich schon auf nächste Woche; einmal richtig relaxen. Das haben wir alle hier bitter nötig!
Bis bald und wünscht mir am Wochenende Glück
Euer Roland
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