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Roland aus Sapporo V. |
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und die Enttäuschung ist groß
...und die Enttäuschung ist riesengroß!
Heute hatte ich die Chance in meiner noch jungen Karriere, in der Staffel bei der WM in Japan eine Medaille zu holen. Diese große Möglichkeit haben wir jedoch nicht genützt und Schuld an unserem schwachen Abschneiden hier in Sapporo ist wieder einmal wie schon so oft dieses Jahr das Material! Traurig aber wahr!
Hoch motiviert und siegessicher bin ich in das Rennen gegangen. Ich war zu meiner Verwunderung trotz der großen Verantwortung weniger Aufgeregt als ich es mir gedacht hätte. Kurz nach dem Start wurde mir leider Gottes klar, dass dies heute ein zäher Wettkampf werden wird, denn nicht nur, dass die Skier im Vergleich zu den anderen Nationen um ein vielfaches langsamer waren, sondern sie waren auch noch total glatt. Keine Ahnung was man uns gewachselt hatte, aber die Ski waren Sch...
Die einzige Hoffnung die ich im Rennen hatte war, dass Giorgio Di Centa, dem ich den Wechsel gab, hoffentlich besseres Material als ich haben wird und dass mein Ski und nicht das Wax schuld wäre. Dem war jedoch nicht so! Ich habe auf die Spitzengruppe 59 Sekunden verloren und um das Desaster perfekt zu machen, hat Giorgio nochmals 1´24´´ draufgepackt: Das Rennen war also schon gelaufen.
Die Enttäuschung bei uns allen war riesig. Ich habe im Rennen so gebissen, jede Abfahrt habe ich geschoben, die Flachstücke und überall wo es nur ging 110% meiner Leistungsreserven lockergemacht und alles für nichts. Ich habe mich beim Rennen so verausgabt, dass ich nach dem Rennen erschöpft zu Boden ging und das kommt bei mir so gut wie nie vor. Damit nicht genug. Ich liege jetzt auch noch mit 38,5 Grad Fieber im Bett. Der Start beim 50 km Rennen am Sonntag ist damit auch noch geplatzt und ich werde meinen Startplatz an Fabio Santus abtreten. Wieder einmal wie schon mit der Blinddarm OP geht die Gesundheit vor. Ich hoffe nur, dass ich dieses Pech, welches mir heuer schon widerfahren ist, irgendwann als Glück zurückbekomme.
Am Montag in der Früh fahren wir nach Hause zurück. Ich freue mich schon so auf meine Heimat, auf meine Freundin Melanie, meine Eltern und Freunde. Dann werde ich 10 Tage zu Hause sein bevor es in Oslo und Falun zu den letzten Rennen geht. Am 1.April endet dann die Saison mir dem 50 km Rennen in Schlinig und danach werde ich all das tun, was ich mir den Winter über habe entgehen lassen: Apres-Ski, Skifahren, ausgehen, Urlaub, ... ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf diese Zeit jetzt schon freue. Und wenn dann jemand Lust haben sollte, Skitouren oder Skifahren zu gehen, lasst es mich wissen, ich bin
dabei!
Euer Roland
02.03.2007 Sapporo, Ein letzter Schluck vor dem Start
02.03.2007 Sapporo, Startaufstellung: vl. Gaillard (FRA), Filbrich (GER), Clara (ITA), Larson (SWE), Ronning (NOR), Bürgermeister (CH)
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